_________________________________________

~ Autorenblog von Fabian Dombrowski ~

_____________________________________________________________________

Sonntag, 12. März 2017

Unterhaltung ohne Leben




Bei diesem Beitrag handelt es sich um das beschließende Essay der Blogreihe "Phantastische Realität", in der das Verhältniss von Realität und dem Genre der Phantastik unter die Lupe genommen wurde. Die Beiträge bilden eine große Breite an Facetten dieses Komplexes ab. Eine Liste der Beiträge findet man hier.






Unterhaltung ohne Leben
- Verloren im Labyrinth ewig wiederkehrender Topoi -


“Of course it is happening inside your head, Harry, but why on earth should that mean that it is not real?”[1]

I. Der Traum von ernsten Spielen

Die eine oder der Andere mag davon gehört haben: Wir AutorenInnen des Phantastik-Genres haben ein minimal problematisches Verhältnis zu den Kategorien Literatur und Unterhaltung. Wir müssen reden.

Ich habe mich die längste Zeit geweigert, zwischen diesen sogenannten Niveaus oder Qualitäten eines fiktiven Textes zu unterscheiden. Macht gutes Entertainment nicht einen Bestandteil guter Literatur aus? Unterhält intellektueller Anspruch nicht ebenso wie das große Abenteuer? Vielleicht war mir das Problem, das mich seit einigen Monaten beschäftigt, daher bisher unbewusst. Denn ohne diese beiden Kategorien anzunehmen, ist der Diskurs schlicht unzugänglich, der sich hinter Worthülsen wie Eskapismus, Trivialität, Verfremdung, magischen Realismus, Fantasy, Science-Fiction und vielen weiteren verbirgt. Greifen diese Kategorien auf das eigene Denken aber erst einmal über, wird Entkommen eine Unmöglichkeit.

Es geht dabei um nicht weniger als die Herzen der LeserInnen und KritikerInnen - und um deutlich mehr als bloße Verkaufszahlen. Etwas minder romantisch formuliert: Wir wollen Legitimität für ein Geschichtenerzählen, das Mal nur ganz subtil den Realismus subversiv unterwandert, dann wieder krass Naturgesetze bricht, manchmal gar neue kreiert und sich gleichzeitig zur „Hohen Literatur“ zählen darf. Wir wollen nicht als unbekümmerte Kindereien abgetan werden, sondern an dem ernsten Spiel teilnehmen, die Welt durch Fiktion zu verstehen. Doch können wir nicht parallel tief in die Trickkiste von Drama, Spannung und Witz greifen? Anscheinend nicht, wenn man so einige Argumentation betrachtet; denn damit würde man zur bloßen Unterhaltung verkommen, manche würden sagen, Schund. Es braucht eben Gravitas, feierlichen Ernst, Seriosität auf Schritt und Tritt sowie absoluten Realismus. Nur warum überhaupt Fiktionen schreiben, will man das echte Leben haargenau getreu abbilden? Und seit wann ist eine Erzählung weniger wahr, nur weil sie unseren Gedankenwelten entstammt?

Die geneigte LeserIn wird es schon gemerkt haben: Dieses Feld ist für die Phantastik-Szene nicht nur minimal problematisch. Es bietet für vieles vielleicht sogar eine (Teil-)Erklärung. Zum Beispiel die anhaltende Rechtfertigungshaltung für unser Genre oder die gewisse Isoliertheit vom Rest des Literaturbetriebes. Mich stört daran einiges. Und trotz das dazu bereits eine Menge Tinte vergossen wurde, möchte ich in diesem Essay - und es wird ganz bewusst ein Essay - meine manchmal argumentierte, manchmal sprunghaft assoziierte, teils polemisierte und daher auch oft subjektive Perspektive aufrollen. Obwohl mir die bewundernswerte Fähigkeit gegeben wurde, schon mit Darstellungen meiner Meinung zielsicher alle Fettnäpfchen zu finden (schweigen wir mal von den Ergebnissen direkter Kritik), möchte ich doch auf etwas hinaus. Ein Quant Provokation schadet da selten. Ohne ihn bekommt man nicht häufig, man verzeihe mir den Ausdruck, den Arsch hoch. Und genau darum geht es. Um es kurz vorwegzunehmen: Ich sehe den Weg nur darin sowohl unsere individuelle als auch die Komfortzone unserer Szene gezielt hinter uns zu lassen. Bevor wir aber zu diesem Punkt kommen, beginnen wir noch einmal von vorne. Diesmal mit Gefühl.

II. Der Stress der Veränderung

„Nicht schon wieder“, werden einige aufstöhnen, wenn sie durch den einleitenden Absatz überhaupt bis hier durchgedrungen sind, „Nicht schon wieder eine Klage übe jene ach so unberechtigte Herabwürdigung des phantastischen Genres.“ Doch die Menge der Texte, die diesen Konflikt diagnostizieren, ist bereits eine Feststellung für sich - egal ob sie die zwei Sphären Literatur/Unterhaltung nun hart trennen oder in Überschneidung bringen. Es drängt sich die Frage auf: Warum hat sich kaum etwas an dem Sprung getan, die Phantastik in die Akzeptanz als „Hohe Literatur“ machen wollte (was auch immer das sei). Selbstverständlich sahen hier und da großartige Einzelbeispiele das Tageslicht, die diese Hürde überwanden. Doch ansonsten hört man: Es hätte sich wenig geändert; der Generalverdacht gegen das Genre sei ungebrochen. LeserInnen und AutorInnen klagen oft genug: Die Verlage lassen keine Innovation zu, sie wollen die Storys mit Teen-HeldIn, Lovestory und im Trilogieformat. Dann ist wieder die konservative LeserIn schuld, „die mögen ja nichts anderes.“ Selbstverständlich schiebt sich die Schuld auch gern den Autoren zu, die wenig einfallsreich auf diverse Trends vom Vampir-Kitsch bis zur Möchtegern-Dystopie mit Kasten- oder Distriktsystem nach Wahl aufspringen. All das ist von Fall zu Fall wahr und dann wiederum falsch. Generalisierungen helfen hier nicht weiter - tun sie ja selten. Etwas jedoch irritiert mich jedes Mal an diesen Antworten: Sie kommen ohne Zögern oder sichtbare Zweifel. Fest und tief sind sie in ein kollektives Gedächtnis der Szene eingeschrieben. Brodelt eine Diskussion hoch, werden sie wie eingedrillt aus dem Arsenal in Anschlag gebracht und abgefeuert. Es ist gerade diese Sicherheit, die mich misstrauisch macht. Hinter ihr verbergen sich nicht selten blinde Flecken und komplexere Zusammenhänge.

Am auffälligsten verbindet eines alle Argumente: Der andere ist schuld. AutorInnen klagen über Verlage, Verlage über LeserInnen, LeserInnen über AutorInnen. Jede Kombination findet sich. Doch wer sucht das Problem bei sich selbst und wer ist zu Veränderungen bereit?

Nur wenige.

Kritische Stimmen finden sich selbstverständlich, doch man überhört sie im großen Rauschen der Schuldzusprechungen und Selbstbeweihräucherung. Ich will sie hier nicht beispielhaft aufzählen - genauso wie Verweise auf negative Gegenbilder. Solche Diskussionen neigen dazu in Konflikte über einzelne Werke und Personen auszuufern, können schnell zur Hexenjagd eskalieren oder als wenig subtile Bewerbung von Freundeskreis oder gar Seilschaften wahrgenommen werden. Kurz: Trotz das sie argumentative Kraft durch Belege stärken, würden sie mir hier vom wesentlichen ablenken: Der zu knapp greifenden Reflexion der eigenen Position und dem Ziehen der Konsequenzen.

Letztens ging mir auf, dass ich das eigentlich ganz nachvollziehbar finde für eine Szene, die unter einem gewissen Stress steht.[2] Und wie anders als mit Stress lässt der Druck sich beschreiben, den anscheinend viele von uns wahrnehmen und wegen dem wir ständig in Rechtfertigungen verfallen. Ob dieser Druck real auf uns lastet, ist für den Stress egal - meistens reagieren die verteidigenden Reden gar nicht auf konkrete Angriffe, bleiben Gespräche von AutorInnen und/oder Fans untereinander. Ihnen fehlt oft ein gegebener Anlass. Eher aber als die wahrgenommene Bedrohung durch einen ominösen Hegemonialdiskurs, den uns Leitmedien und Mainstream angeblich aufdrücken, legt die Art der Reaktion eine Idee von Stress nah: Eben jene Tendenz den eigenen Anteil am Zustand der Phantastik fast schon zu verleugnen. Eine doch sehr klassische Antwort auf Stress. Wir kennen das alle. Etwas macht uns zu schaffen. Wir sind gereizt, fühlen uns überfordert, vielleicht überbelastet, kraftlos, Anspannung folgt, jede Verschlimmerung muss vermieden werden. Ganz menschlich beginnen wir mit der Suche nach Ursachen. Der Blick kreist und grast die komplette Umwelt ab. Findet er etwas, beißt er sich fest. Der Schuldige ist gefunden! Irgendwer muss irgendwie immer schuld sein. Schade, dass der Suchende kaum einmal versehentlich in den Spiegel blinzelt. Es könnte helfen einen Schritt zurückzumachen und das eigene Tun im Kontext des Problems zu sehen. Passiert leider selten. Ist ja auch einfacher. Sowieso scheint, die Opferrolle zu geben, derzeit völlig unabhängig von politischer Ausrichtung, Milieu oder Herkunft die generelle Standardstrategie in jeder Lebenslage. Was nicht heißt, Schwierigkeiten seien grundsätzlich hausgemacht; aber das eigene Verhalten spielt im Umgang damit stets eine Rolle. Hängt man sich nicht zu oft an den Folgeproblemen auf, die in der Reaktion auf die eigentliche Ursache entstehen? Verstrickt man sich nicht häufig im Gemenge der Schlachtfelder und verliert den übergreifenden Konflikt aus den Augen? Hat der Stress einen erstmal erfasst, fällt es schwer die tausend Knoten zwischen den verschiedensten Fäden aufzulösen. Genau das macht das Streben nach Literaturwürdigkeit der Phantastik zurzeit aus. Primär- und Folgeprobleme scheinen kaum noch unterscheidbar und der eigene Anteil an ihrer Kreation geht den DiskutantInnen verloren.

III. Die feinen Unterschiede im Geschmack von „Hoher Literatur“

Wenn die Rhetorik der Selbstverteidigung eine Reaktion ist, worauf folgt sie? Wie eingangs erwähnt, geht mein Verdacht in Richtung der Frage, wie sich die Phantastik gegenüber LeserInnen und KritikerInnen als „Hohe Literatur“ legitimieren kann. Ganz wichtig muss eine Präzisierung nachgeschoben werden: LeserInnen und KritikerInnen, die in der Regel außerhalb des Genres stehen, also weder Teil der AutorInnenszene sind, noch deren Werke regelmäßig konsumieren. Ein Außenstehender mag verdutzt sein. Warum um die Anerkennung derjenigen werben, die nicht viel mit einem zu tun haben. Schließlich diffamieren sich unterschiedliche Denkströmungen, Literaturrichtungen und Paradigmen seit Jahrhunderten. Was den Zeitgenossen aber oft aufwühlend wie die Entscheidung zwischen Himmel und Hölle am Jüngsten Tag erschien, störte die friedliche Koexistenz im Alltag selten. Was soll also die ganze Aufregung?

Nun, vermutlich ist es nie einfach, wenn die eigene Arbeit abgewertet wird. Im ersten Moment fühlt es sich ungefragt persönlich an. Wie auch anders? Schweiß und Blut fließen in die Texte. Diese wunderbare Wirklichkeit aus Ideen, Bildern und halbverflogenen Traumfragmenten gießt sich nur gegen Widerstand in die Begrenztheit menschlicher Sprache und doch versucht man ihren Zauber zu erhalten - durch clevere Metaphern, geschickte Plottwists und subtile Beeinflussung der Imagination unser LeserInnen. Wenn das Ergebnis dieser Mühe dann vom Vorwurf der Trivialität erschlagen wird, als allein für Kinder und Jugendliche geeignet abgelehnt oder unter einem negativen gewendeten Label von Eskapismus versimpelt wird. Ich kann niemanden verübeln, gegen solche Kritik reflexhaft auszuschlagen; noch besser verstehe ich den Drang sie als unbegründet zu erweisen, ihr den Boden zu entziehen. Die Sehnsucht nach einem gegenteiligen Urteil der Kritiker ist mehr als implizit. Schließlich sind wir alle zumindest ein wenig wegen unseres Narzissmus dabei. Ohne den Wunsch nach Lob, Anerkennung und Bestätigung würde unser Geschreibsel eher in diversen Schubladen verstauben. Wir wollen gelesen werden. Kommt der Anspruch etwas Gewichtiges auszudrücken hinzu, wie viele ihm mit den großen AutorInnen verbinden, offenbart sich eine sehr eigene Dringlichkeit. Ohne sich als wahrhaftige Literatur zu legitimieren, wird dieses hoffentlich tatsächlich so Gewichtige unter hoffentlich genauso unbegründeten Vorwürfen begraben.

Genau an diesem kleinen nagenden Ehrgeiz kann vorsichtig begonnen werden, die Trennlinie zwischen den beiden Geschmäckern nachzuvollziehen, die jene voneinander scheidet, welche der Phantastik sowieso Potential belangvoller Literatur zubilligen, und jene, die es ablehnen. Sie liegt darin begründet, was dieses bedeutungsvolle Etwas auszeichnet. Der Leser mag die Antwort ahnen, ist dieses Essay schließlich Teil einer Reihe, die die Verbindung sozialer, politischer und kultureller Themen zur Phantastik nachspürt.

IV. Von der unendlichen vielfältigen Grammatik der Topoi (und Klischees)

Woraus besteht ein fiktionaler Text? Was sind die Bausteine einer Story? Nehmen wir surreale, expressionistische oder ähnliche Experimente einmal aus und konzentrieren wir uns auf das, was wir abseits der Sachliteratur meist vorfinden, schlagen wir ein Werk in der heimischen Bibliothek auf. Es sind Szenen, Situationen, belebt von Charakteren, die eine fiktionale Welt, wie eine Bühne bespielen. Doch das Leben auf dem Papier wirkt weniger willkürlich, planvoller, gelenkter als das außerhalb der Buchdeckel. Ein Plot strukturiert sieht, gibt ihnen einen definitiven Anfang und ein definitives Ende und gruppiert sie um einen oder mehrere Konflikte, die auf eine wie auch immer geartete Lösung zuarbeiten. Genau das sind die Bausteine: Situationen, Charaktere, Settings, Plot, Konflikt. Sie alle möglichst kunstvoll zu kombinieren, aufeinanderzubeziehen, zu verweben macht die Qualität einer Geschichte aus. Richtig, es macht eine an dieser Stelle reichlich unterkomplex angerissene Qualität aus. Es gehört aber noch einiges Andere dazu. Sehen wir uns aber erstmal diese Bausteine näher an.

Was mir besonders auffällt ist ihre ewige Wiederkehr. Wer hat nicht schon von blinden Sehern gelesen, vom Bauernjungen, der zum Helden auserkoren ward, und der jungen, blassen Schönheit, die einem tragischen Tod nicht entkommt. Ich übertreibe natürlich. Manchmal jedoch - und in letzter Zeit stetig mehr - scheint mir, dass wir ein sehr kleines Set von Geschichten höchstens in neuen Gewändern neu erzählen: Die Rachestory, die Schatzsuche, die Mordermittlung, die weltbewegende Romanze, der prophezeite Heiland, die Origin-Story eines jeden Superhelden. Sie laufen alle nach verdammt ähnlichen Mustern ab. Die wenige Abwechslung ermüdet. Und plötzlich kommt da dieses Buch. Eigentlich würde man es ohne Aufhebens in eine diese Kategorien einordnen - doch etwas unterscheidet dieses Werk von den anderen. Die zu einer Geschichte angeordneten Bausteine sind keine Bausteine mehr, sie sind zu etwas organischem geworden, es greift ineinander, fühlt sich irgendwie authentischer an, sozusagen ... real. Was hat sich geändert?

Sie sind nicht einfach nur Topoi mehr.

Was sind Topoi oder im Singular ein Topos? Manche würden sagen: Klischees. Und im Falle oben stehender Aufzählungen stimmt das sogar. Ständig wiederkehrend, ständig sich selbst ähnlich und manchmal ziemlich nervig. Der Unterschied liegt aber darin, dass Klischees eigentlich immer offensichtlich sind, jedem bekannt und ganz zentral: Abgenutzt bis zur Bedeutungslosigkeit. Topoi können das auch sein, treten aber genauso in subtilen Varianten auf. Zum Beispiel wenn in spätantiken Heiligenviten die Bekehrung zum Christentum den obligatorischen Wendepunkt gibt, meistens in einem Garten geschieht und der Text in einem gelassen ertragenen, sowie voller Leid geschilderten Martyrium endet. Sie müssen den Plot jedoch nicht so weiträumig erfassen. Es können Kleinigkeiten sein, wie etwa das positive Verhältnis, das der Auserwählten stets zu Tieren hat? Sprüche, die Charaktere beschreiben helfen sollen, gehören auch oft dazu: „Das ist nur ein Auftrag für mich!“ oder „ich muss da alleine durch, zu gefährlich für euch.“[3]

Beim genauen Hinsehen stellt man fest, dass alle Erzählungen zu einem Ensemble solcher Topoi runtergebrochen werden können. Vielleicht sind es gar nicht Worte irgendeiner Sprache, die das Vokabular unserer Geschichten ausmachen. Manche Texte, die wir aus ihnen dichten, funktionieren - manche nicht. Es scheint eine Grammatik zu geben, die nur gewisse Kombinationen zulässt. In den letzten Jahren konnte man einen Trend wahrnehmen, der sich auf diese einzelnen Vokabeln konzentriert. Statt das ein überlegtes Arrangement mehrerer Topoi erweisen sich ganz bestimmte Erzählbausteine als Publikumsrenner. Der Anti-Held steht an vorderster Stelle, am besten in der Gruppe, die ständig mit sarkastischen Kommentaren wenig subtil die Handlung aufs Korn nimmt. Das Label „meta“ oder „self-aware“ ist ein absolutes Muss. Ich gebe ja zu, selbst großen Spaß daran zu haben. Dennoch steigt eine leicht wütende Reaktion in mir hoch, wenn ich beobachtete, wie oft einfach die beliebtesten Topoi zu einem halbwegs passenden „Kult“-Paket geschnürt werden. Die meisten solcher labilen, wenig balancierten Kartentürme würde doch selbst der zarteste Windhauch in alle Richtung zerstreuen. Es verkauft sich sicher gut; schlechtes Handwerk bleibt es trotzdem. Aber ist das Fehlen dieses Handwerks gerade, was unter den AutorInnen der Phantastikszene schief geht? Nein, ganz im Gegenteil - hier liegt häufig ihre Stärke (wenn nicht erwartbar gute Verkaufszahlen sie zur Schlampigkeit verleitet). Jedenfalls scheint mir kein anderes Genre das Spiel mit dieser Grammatik so gut zu beherrschen, sich ihrer Vokabeln bewusst zu sein und sie ständig kreativ neu zu kombinieren, ohne ins orakelhafte zu verfallen, dass nur noch wenig Eingeweihte verstehen. Vielleicht gilt Ähnliches noch für Thriller, Krimi und Horror, aber sie stehen der Phantastik ja historisch nahe.

Doch macht das Beherrschen dieser Grammatik „Hohe Literatur“ aus? Ich habe das Gefühl, innerhalb der Szene stimmt das zumindest schon ein wenig. Nicht umsonst stellen die Meister dieser Technik sie bei jeder Gelegenheit zur Schau. Und es war auch lange, lange Jahre mein Glaube, dass dies die Essenz des höchsten Levels der Schreibkunst wäre. Ich wurde geheilt, Raymond Chandlers „langem Abschied“[4] sei dank. Vor dieser bekehrenden Lektüre aber dachte ich, ich müsste die Topoi nur bewusst genug - clever genug - kombinieren, um die LeserInnen zu überraschen und mehr als bloße Unterhaltung zu leisten. Ich ging von meiner eigenen Reaktion aus, wenn ich verstand, was eine AutorIn mit ihren Topoi da anstellte. Es stimulierte mich intellektuell, gaukelte ich mir vor. Tatsächlich fiel ich auf einen alten Trick rein, wo eine AutorIn ihren LeserInnen absichtlich ein Stück weit ins Getriebe der Arbeit Einblick gewährt, um den Eindruck (manchmal wiewohl nur die Illusion) eines intelligenten Textes zu erzeugen. Allerdings war mir auch damals klar, dass neben diesem Spiel mit der Grammatik der Topoi, eben jene sozialen, politischen und kulturellen Themen mit Literatur zu tun hatten und ihrer fast schon mythisch vernebelte Gewichtigkeit. Aber auch hier übersah ich etwas - und das ist der Sinn dieser langen Rede. Ich übersah, dass all zu oft nichts Gewichtiges in diesen Werken lag. Es waren nur weitere Topoi, Bausteine ohne Bedeutung. Sie sprachen ernste Dinge an, vielleicht sogar mal im Ton der Sozialkritik, letztlich blieben sie allerdings Mittel zum Zwecke den Plot aufzubauen. Oft wenig mehr.[5]

V. Die Welt da draußen

Das Nennen, Ansprechen oder Einbinden eines problematischen Themas kreiert noch keine Bedeutsamkeit in einem Werk.[6] Das ist eine Binsenweisheit. Es zeugt vor allem von einem Bewusstsein der AutorIn für diese Dinge, dessen spezifisch individuelle Perspektive letztlich aber nicht in den Text übersetzt wird. Sie bleiben Topoi. Bloße Versatzstücke im Gefüge des Plots. Manchmal ist es natürlich eine Angelegenheit von angemessener Repräsentation, aber selbst das bleibt in vielen Fällen Dekor.

Macht die Verwendung homosexueller Charaktere eine Auseinandersetzung mit sexueller Orientierung in einer für sie letztlich doch relativ repressiven Gesellschaft aus? Nein. Dafür müssen wir LeserInnen einen kleinen Geschmack davon servieren, wie es sich anfühlt, wenn die eigene Sexualität vielleicht juristisch legal ist, aber im Alltag trotzdem diskriminiert - der damit einhergehende Druck, verbirgt man sie oder lebt sie offen aus; gleichsam die Freude, stößt man auf Akzeptanz. Wie steht es mit Beschreibungen von Gewalterfahrungen. Erneut: Nein. Würde Brutalität anspruchsvolle Texte erzeugen, müsste der Literaturnobelpreis längst fest in Händen bestimmter Teile der PhantastInnen liegen, wo sich angeblich so realistische Schilderungen früherer, dunklerer Epochen als äußerst modisch erweisen. Mir rätselhaft, wie das je zum Qualitätsmerkmal für irgendeinen Text werden konnte. Und eine letzte, selbstverständlich rhetorische Frage: Kann das differenzierte Abbild eines Unterdrückungsstaates mit jeglichen grausamen Details, die der Protagonist heldenhaft erduldet eine aufklärerische Sozialkrtik abgeben? Ein drittes Mal: Nein! ... oder doch. Vielleicht? Jedenfalls sollt das Regime nicht einfach die schlechte Ausrede für einen Antagonisten stellen. Es muss mehr leisten, als den Konflikt des Dramas anzutreiben - nämlich den Intellekt und die Gefühle der LeserIn. Bloßes Spektakel reicht nicht. Wir dürfen uns nicht von dem Schattenspiel in die Irre führen lassen, die einige geschickt verknüpfte Topi ausüben. Ein Diktator, eine reiche Oberklasse, ein wenig romantisierter Klassenkampf, ein verborgener Widerstand und traurige „Wahrheit“, dass beim Sturz dieses Regimes nur ein anderes folgt ... so ließt sich Dystopie heute leider oft. Es wirkt wie reduziert, an den Kanten beschnitten, genau da, wo diese beliebten Topoi nicht hinkommen: Die Erfahrung in diesem System zu leben, ein Zahnrad darin zu sein, nie die Chance zu bekommen mehr dagegen anzugehen als in kleinen subversiven Akten des Alltags.

Dafür müssen wir uns aus dem Labyrinth ständig wiederkehrender Erzählmuster befreien, möchte man meinen und stellt gleich darauf fest, dass das gar nicht geht. Man kombiniert doch nur wieder, konstruiert mit viel Glück höchstens einen neuen Topos. „Everything is a remix.“[7] Ja. Everything ... doch es gibt einen Ausweg und er führt ironischerweise über die Topoi selbst. Der Trick besteht darin sie als Vehikel einzusetzen, LeserInnen mit ihnen einzufangen, indem wir sie bewusst abrufen und damit auf ein Thema vorbereiten. Dann, wenn der Tisch gedeckt ist und das richtige Besteck für die kommende Speise gereicht ist, konfrontieren wir die LeserInnen mit unseren halbgaren, hoffentlich tatsächlich bedeutungsvollen Weisheiten. Das ist einiges an Mühe zusätzlich zur eh schon nicht leichten Schriftstellerei. Aber wir müssen mehr leisten und geben - gerade in Tagen wie diesen ist es ein Stück politischer Verantwortung. Ganz konkret heißt das. Wir müssen von unseren eigenen Beobachtungen des realen Lebens zehren und sie auf Papier bannen, persönlich werden. Statt einer Darstellung von Diskriminierungen sollen die LeserInnen unseren Erfahrungen mit Diskriminierung begegnen, aber auch mit Politik, sozialer Ungleichheit, psychischer Krankheit. Und vergessen wir dabei nicht die guten Dinge! Wer hat je gesagt, tiefsinnige Texte könnten nicht das Leben feiern und müssen immer ernst mit der Tendenz zur Depression sein? Der Halt von Freundschaft und Familie in Krisenzeiten, die glücklichen Tage in denen man mit der Liebe vertraute Orte neu entdeckt. Gleichsam Themen, die (hoffentlich) einen Platz in unserem Leben haben und damit in der Literatur. Das allein kann ein Werk einzigartig machen: ein singulärer Blick auf die Welt. Oft im Detail, nicht zwingend auf die großen Zusammenhänge. Genau das macht die Trennlinie aus, die die Phantastik überschreiten muss, um Legitimität als „Hohe Literatur“ über die Szene hinaus zu erreichen. Sie muss von der echten Welt handeln, von echten Erfahrungen und echten Perspektiven, nicht solchen, die nur in Worte gefasst werden, um den Plot voranzubringen. Das ist ein Anspruch, den wir selten an uns stellen. Gleichzeitig wäre es schade, wenn sie ihre Qualität verrät, über ferne, fremde Welten zu erzählen - das ist nämlich ihre Stärke im Umgang mit Sozialkritik, die ihr kein anderes Genre voraus hat.

VI. Ratlosigkeit oder die Lösung für Triviales

Eine Menge digitaler Druckerschwärze später nähern wir uns endlich dem Schluss. Wo die Worte aus mir raus sind - sie haben lange in meinem Hirn gegarrt - erscheinen sie mir banal, sogar ein wenig dümmlich, überheblich in jedem Fall. Unter dem Strich wird es wohl mehr über meinen eigene Entwicklung als Autor aussagen, als über den Rest der PhantastInnen. Schwer vorzustellen es sei eine neue Erkenntnis, dass wir uns zu sehr darin verlieren Themen einfach zu benennen, statt von unserer Erfahrung mit ihnen zu erzählen. Vielleicht gilt es noch herauszufinden, warum das so ist - das soll hier aber nicht meine Aufgabe sein, wenn es meine Aufgabe überhaupt sein kann. Am liebsten würde ich damit enden, eine Lösung zu präsentieren. Leider habe ich keine. Größtenteils bin ich da recht verloren. Es ist diese etwas erschöpfte Ratlosigkeit, nachdem man ein Thema lange Monate mit sich getragen hat, gebrütet und durchdacht hat, schließlich zu einem ersten Zwischenstopp im Denkprozess gekommen ist. Die Wegmarke dieses Streckenabschnitts ist dieses Essay. Eine hoffnungslose Ratlosigkeit fühle ich allerdings nicht. Skizzen zeichnen sich ab, wohin die Reise geht, unklare Karten für fremde Länder. Mögen sie mich nicht in die Irre führen. Ich will sie hier jedenfalls zum Abschluss teilen.

(1.) Wir müssen uns mehr mit den Praktiken unseres Genres beschäftigen. Wie genau reden wir über Themen? Das heißt auf zwei Ebenen: Wie reden wir innerhalb der Szene darüber und wie bringen wir sie in die Geschichten ein? Was bekommen LeserInnen davon mit? Viele Auseinandersetzungen, die unsere Gesellschaft aufreiben, finden sich in der phantastischen Literatur wieder; manche implizit, manche explizit. Das weite Feld der Gender-Debatte zum Beispiel wird meinem Eindruck nach ziemlich bewusst diskutiert, gerade unter dem Punkt eines ehemals doch recht stark männlichen Zielpublikums. Es schlagen sich dieselben Fraktionen wie überall: Extrem gestrige, die jedes Gespräch in diese Richtung als Auswuchs einer ideologischen „Sittenpolizei“ ablehnen, aber auch die Umkehr, welche Männer grundsätzlich als Feind der Frau sehen, ihm auf irgendeinen animalischen Sexualtrieb und emotionale Tumbheit reduzieren und damit Diskriminierung unter umgekehrten Vorzeichen wiederholen. Glücklicherweise findet der sinnige Teil der Diskussion in einem entspannten Klima statt, das unterschiedliche Meinungen aushält. Wir sind ja auch gezwungen, uns mal darüber zu unterhalten. Wie ist es als Mann eigentlich möglich aus der Perspektive einer Frau zu schreiben - oder als Frau von einem Mann? Und der Perspektive einer Frau zu schreiben - oder als Frau von einem Mann? Und bei der Frage bleiben wir noch in den relativ simpel gestrickten Feldern. Aber es fällt auf. Nicht selten kommt (hier und da zurecht) die Kritik: „Die Frau kann nur von einem Kerl geschrieben sein!“ An anderer Stelle machen sich die Geschlechter dann wieder den Vorwurf: „Das kannst du nicht verstehen. Das ist ein Männerding / ein Frauending.“ Ich fand das immer schade. Da wird Kommunikation abgebrochen, ohne den Versuch dazu zu wagen. Sollte das tatsächlich eine Wahrheit sein, könnten Individuen sich wohl generell nicht mal im Ansatz gegenseitig nachvollziehen. Jedenfalls liegt bei diesem Komplex auf der Hand, welche Hilfe von solchen Selbstreflexionen kommt.

(2.) Schauen wir uns außerhalb unseres Genres um. Was ist denn eigentlich jene „Hohe Literatur“, die unsere Kritik so loben? Ich habe letztens eine Anthologie von Pipa Goldschmidt gelesen: „The Need for Better Regulation in Outer Space“.[8] Und es hat emotional Akkorde angeschlagen, die mir in der Phantastik oft fehlen oder nur vereinzelt anklingen und leider nie im Zentrum der Texte stehen. Sicher genieße ich das Abenteuer, das Spektakel, ja, den schieren Kick und ganz besonders jenen Sense of Wonder, den wir ungefragt zu bieten haben. Aber das Kleine geht dabei oft unter. Goldschmidt erzählt von beidem. Viele Kurzgeschichten drehen sich um die wichtigen Persönlichkeiten der Physik am Beginn des 20. Jahrhunderts, Einstein und immer wieder Oppenheimer. Doch sie verliert nie diesen intimen, feinfühligen Zugang zu ihren Charakteren. Winzigkeiten bleiben hängen, die mir noch Tage später im Kopf rumgeistern und obwohl der Text nicht mehr exakt präsent ist, versetzen sie mich in leichte Melancholie oder lassen mich lächeln. Werke, die so in mir nachreagieren sind - abgesehen von zwei spontanen Beispielen - alle außerhalb der Phantastik angesiedelt. Sie stammen von Tolstoi, Fitzgerald, Göbel, Chbosky, Kracht, Chandler ... ich frage mich, was ich ohne sie wäre.

(3.) Man verzeihe mir nochmals die Ausdrucksweise: Bekommt euren Arsch aus der Tür! Eine Lektion, die ich von den HistorikerInnen gelernt habe - ähnlich wie bei AutorenInnen könnte man denken, die meiste Arbeit geschieht hinter dem Schreibtisch (oder im Archiv). [9] Es wäre wohl eine armer SchriftstellerIn und gleichsam arme HistorikerIn, die Nichts von der gegenwärtigen Welt in all ihrer vitalen Quirligkeit und grausamen Untiefen verstünde. Es geht um die Lebenden. Immer. Für sie schreiben wir. Ihren Hunger nach Geschichte(n) wollen wir stillen und dafür müssen wir sie kennen. Eine HistorikerIn will die Fragen ihrer Zeit beantworten und die Toten können ihm da vielleicht helfen. Mit unter helfen sie auch dem anderen schreibendem Volk, aber beide brauchen sie den Anstoß, die Inspiration, den Kontakt zur Umwelt. Den findet man selten in der heimischen Komfortzone (und in dem Satz fehlt ein „leider“ mit voller Absicht). Neue Erfahrungen müssen her, neues Leben, neue Dinge. Manchmal sind das weite Reisen, manchmal Spaziergänge in ein bisher unbekanntes Nachbarviertel, aber all zu oft ist es auch einfach das grad eröffnete exotische Restaurant an der Ecke oder die gestern angestellte KollegIn. Wir können nicht immer von dem Schreiben, was wir perfekt kennen. Das würde ja heißen, eine AutorIn von Historienromanen über den ersten Weltkrieg müsste erstmal aufs Schlachtfeld. Empfehle ich keinem. Dennoch: Die Erfahrungen, die wir machen, sind die Nahrung unserer Kunst. Es braucht - und hier schließt sich der Kreis - ein wenig Stress, um vernünftige Arbeit abzuliefern. Ohne den Zustand konstanter, leichter Überforderung lernt sich nichts. Bisher wurde niemand gemütlich in seinem Sessel auch nur halbwegs eine gute AutorIn. Also raus mit uns! Raus auf die Straße und tief ins Herz des Lebens ... da finden wir schon den Rohstoff der „Hohen Literatur“.

„I’m trying in all my stories to get the feeling of the actual life across—not to just depict life—or criticize it—but to actually make it alive. So that when you have read something by me you actually experience the thing.“[10]



__________________________
[1]↑ Rowling, Joanne K., Harry Potter and the Deathly Hallows, London 2007,  S. 579.
[2]↑ Die im Folgenden ausgeführte Idee von Stress begegnete mir bei Werner Schiffauer. Sehr überzeugend zeigt er, wie man mit ihr gesellschaftliche Dynamiken fassen kann und anschließend beschreiben. Sein Beispiel bezieht sich vor allem auf den alltäglichen Umgang mit dem Islam in Deutschland, der Sprung in eine abstraktere weiträumiger anwendbare Denkfigur liegt jedoch nicht fern. Vgl. Schiffauer, Werner, Schuler, Moschee Elternhaus. Eine ethnologische Intervention. Berlin 2016, S. 16-18.
[3]↑ Eine interessante Sammlung solcher Topoi der Populärkultur, versehen mit einer guten Portion Selbstironie findet sich in dem Wiki www.tvtropes.org
[4]↑ Vgl. Chandler, Raymond, The Long Good-Bye, Boston 1953.
[5]↑ Für ein kleines Beispiel, das zwar nicht der Szene der deutschen Phantastik entstammt, es aber dennoch sehr gut auf den Punkt bringt, hilft ein Blick in folgende Videospiel-Kritik besonders ab Minute 4:25, vgl. Franklin, Chris, Errant Signal - Deus Ex: Mankind Divided, 20.9.2016, URL: https://www.youtube.com/watch?v=vMEMsjKpas8 
[6]↑ Treffender erklärt das Evan Puschak auf seinem Youtube-Kanal Nerdwriter, vgl. Puschak, Evan, The Epidemic of Passable Movies, 14.12.2016, URL: https://www.youtube.com/watch?v=Ukk5TJL27pE
[7]↑ Eine bezeichnende Phrase aus des Intro des Podcast Spoiler Alert, welche in dessen erster Episode geprägt wurde. Vgl. www.spoileralert.bildungsangst.de
[8]↑ Vgl. Goldschmidt, Pippa, The Need for Better Regulation of Outer Space. A Collection of Stories. Glasgow 2015.
[9]↑ Marc Bloch schrieb einmal sehr treffend über das Geschäft der HistorikerIn: „Einst begleitete ich Henri Pirenne nach Stockholm. Kaum angekommen fragte er: ‚Was sehen wir uns als erstes an? Angeblich gibt es hier ein neu erbautes Rathaus. Fangen wir damit an.‘ Und dann, als wolle er meinem Erstaunen zuvorkommen, fügte er hinzu: ‚Wenn ich Antiquitätenhändler wäre, hätte ich nur Augen für die alten Sachen. Aber ich bin Historiker. Deshalb liebe ich das Leben.‘ Diese Fähigkeit, sich auf das Leben einzulassen, ist in der Tat die wichtigste Tugend eines Historikers. (...) Vielleicht ist diese Fähigkeit grundsätzlich eine Feengabe, die niemand erwerben kann, dem sie nicht in die Wiege gelegt wurde. Dennoch muss sie ständig geübt und weiterentwickelt werden. Und wie, wenn nicht so, wie es uns Pirenne selbst vorgemacht hat, nämlich durch ständigen Kontakt mit dem Heute?“ Bloch, Marc, Apologie der Geschichtswissenschaft. Oder der Beruf des Historikers. Stuttgart 2002, S. 50f.
[10]↑ Ernest Hemingway zitiert nach Meyers, Jeffrey, Hemingway. A Biography. Cambridge, Mass. 1999, S. 138.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen