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~ Autorenblog von Fabian Dombrowski ~

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Donnerstag, 28. Dezember 2017

Rinascimento!



Frohlockt noch einmal - auch wenn Weihnachten bereits vorüber ist - denn der Blog lebt wieder!

Haben Sie es bemerkt? Die kleinen optischen Neuerungen? Vielleicht sogar die veränderten Texte, die den Autor und seinen Blog beschreiben? Nein? Aber sicher fällt doch auf, dass all die alten Artikel gelöscht sind! Wenn Ihnen das entgeht, müssen Sie schon mit mehr Aufmerksamkeit durchs Leben gehen - ansonsten werden Sie schwerlich darauf kommen, worauf all diese Indizien hindeuten: Der Schriftsteller Fabian Dombrowski ist verschwunden! Natürlich ist er nicht ganz weg von der Bühne der Welt - er ist nicht verschollen! - hier und da trifft man ihn noch, meist jedoch ohne Vorwarnung und selten in Gesellschaft. Ich sage Ihnen, es ist schwierig an ihn heranzukommen und das mag seine volle Absicht sein. Viele seiner ehemaligen Informationskanäle liegen brach; Fotos, Kommentare und Beiträge sind fort - allein der Instagram-Account scheint aus gewissen Nostalgie für das visuelle Medium weiter aktiv zu arbeiten. Wie als gäbe Dombrowski sich alle Mühe aus seiner früheren Vernetztheit rauszufallen und seine Existenz vergessen zu machen. Kein Wunder, dass solches Verhalten unterschiedlichste Theorien provoziert: Von einer schweren persönlichen Krise reden die einen, sie schwanken nur in den Details über alte oder neue Wunden, möglicherweise eine Desillusionierung über Literatur- und Wissenschaftsbetrieb und einen Wunsch das alles hinzuschmeißen. So zumindest die stichhaltigeren Erklärungen. An seinem angeblichen Beitritt bei einer geheimen Regierungsorganisation und Rückzug in das Eremitentum in einer unbekannten Wüste wird sich wohl kein Quant Wahrheit finden lassen.

Pfiffig, wie Sie sind, mein lieber Leser, werden Sie sich an mittlerweile fragen: Wenn nicht Fabian Dombrowski, wer schreibt dann diese Zeilen? Ein Ehrenmann selbstverständlich; einer ohne unlautere Absichten, obwohl sich daran sicher zweifeln ließe - immerhin hat mir niemand erlaubt diesen Blog zu übernehmen (wobei es auch niemanden verboten hat). Mein Name ist Dubio Maro Speculo. Ich werde ihnen als Chronist vom Leben Dombrowskis berichten; das ist meine selbsterwählte Mission. Sie können mich nicht davon abhalten ... das hat mein Therapeut schon nicht geschafft oder jene üblen Stimmen, die mich einen Voyeur schimpfen. Außerdem hätten gar nicht so weit gelesen, wenn ihnen das Schicksal dieses Autors gleichgültig wäre. Auch Sie wollen mehr wissen!

Zurück also zu unserem Schriftsteller? Gerne, schließlich sind die Gründe für seinen Rückzug noch ungeklärt.

Persönlich glaube ich nicht an die Prämisse, sein Verschwinden sei mit irgendwelchen emotionalen Verstrickungen in Verbindung zu bringen. Sie ist von außen höchst schwer fassbar und kaum zu belegen; obwohl es sicher stimmt, dass Dombrowski seit dem Frühling ungewohnterweise stets einzeln in Erscheinung trat. Dennoch dürften zumindest die neueren Entwicklungen ihren Ursprung eher in seiner Vorliebe für das Dramatische liegen. Es könnte der Versuch sein, etwas zu kommunizieren oder ein Plan, der in Einsamkeit am besten reift.

Ihr verehrter Dubio Maro Speculo wird in jeder Hinsicht weiter ermitteln!

Eine erste Spur gibt es bereits. Zu Weihnachten, ja, am heilig Abend, machte ein Passant, der in keinem Fall identisch mit meiner Person ist, eine Beobachtung! Nämlich sah er Dombrowski auf seinem Balkon sitzen; vielleicht trank er einen Whiskey, vielleicht schrieb er sogar. Ganz sicher hörte man jedoch eine Melodie in der Straße widerhallen. Ich weiß nicht, was sie zu bedeuten hat; doch hören sie selber, was dem Autor beim Denken hilft:



D.M.S. - XXVIII. Dez. 2017